AMS

René Vogel ist Gründer von Mr. Vision und bringt Zukunftstechnologien auf die Bühne und in Unternehmen. Sein Fokus liegt auf humanoiden Robotern, Physical AI, XR-Erlebnissen und smarter Digitalisierung.

Mr. Vision positioniert sich als Anbieter für «Zukunft zum Anfassen» mit Robotik, Apple Vision Pro, XR-Anwendungen und digitalen Erlebnissen für Events und Unternehmen. Mr. Vision steht für «Zukunft zum Anfassen»: Technologien werden nicht nur erklärt, sondern live erlebbar gemacht – zum Beispiel durch immersive XR-Erlebnisse oder den Einsatz modernster Geräte wie der Apple Vision Pro.

Am AI Mountain Summit in Laax bringt René Vogel den humanoiden Roboter Henrietta mit. Damit wird KI nicht nur diskutiert, sondern konkret erlebbar: als physische Technologie, die mit Menschen interagiert, Aufmerksamkeit schafft und neue Perspektiven auf Arbeit, Kundenerlebnis und Vertrauen eröffnet.

Henrietta war bereits an verschiedensten öffentlichen Anlässen im Einsatz – unter anderem beim Sechseläuten-Umzug in Zürich, an der Eröffnung der BEA in Bern sowie in mehreren TV-Beiträgen – und zeigt dort eindrücklich, wie moderne Robotik heute ausserhalb von Laboren funktioniert.

Du bringst mit Henrietta einen humanoiden Roboter an den AI Mountain Summit. Was sollen die Teilnehmenden erleben, wenn sie ihr begegnen?

René Vogel: Ich möchte, dass die Leute kurz vergessen, dass sie an einer Konferenz sind. Wenn Henrietta vor ihnen steht, sich bewegt, reagiert und vielleicht sogar interagiert, passiert etwas Entscheidendes: Technologie wird real. Viele haben schon Videos gesehen. Aber wenn ein humanoider Roboter plötzlich direkt vor dir steht, verändert das die Wahrnehmung komplett. Mein Ziel ist genau dieser Moment: Staunen, Neugier – und dann die Frage „Was bedeutet das für mich und mein Business?“. Viele Menschen sprechen über KI als Software im Hintergrund. Was verändert sich, wenn KI plötzlich einen Körper bekommt und direkt vor uns steht?

Viele Menschen sprechen über KI als Software im Hintergrund. Was verändert sich, wenn KI plötzlich einen Körper bekommt und direkt vor uns steht?

René Vogel: Sobald KI einen Körper hat, wird sie Teil unserer physischen Welt. Das ist ein riesiger Unterschied. Software kann analysieren und entscheiden – aber erst mit einem Körper kann sie handeln. Dinge bewegen, unterstützen, eingreifen. Und noch etwas passiert: Die emotionale Reaktion. Ein Chatbot bleibt abstrakt. Ein Roboter vor dir ist präsent. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Technologie, sondern um Interaktion, Vertrauen und auch Verantwortung.

Henrietta macht Zukunftstechnologie greifbar. Wo siehst du heute die spannendsten realistischen Einsatzmöglichkeiten für humanoide Roboter in Unternehmen?

René Vogel: Wir sind noch nicht bei “der eine Roboter macht alles”. Aber es gibt klare erste Felder:

  • repetitive Aufgaben in Logistik und Produktion
  • Unterstützung bei einfachen Service-Interaktionen
  • Empfang, Events, Kundenkontakt als “Interface” zwischen Mensch und System

Was oft unterschätzt wird: Der Mehrwert entsteht nicht nur durch Effizienz, sondern auch durch Erlebnis. Gerade im Kundenkontakt können humanoide Roboter heute schon echten Unterschied machen.

Du beschäftigst dich mit Physical AI, XR und immersiven Technologien. Wie verändern solche Technologien die Art, wie wir lernen, arbeiten und mit digitalen Systemen interagieren?

René Vogel: Wir gehen weg von “Bildschirm + Maus” hin zu direkter Interaktion. Mit XR können wir Dinge sehen, die sonst unsichtbar sind. Mit Physical AI können Systeme handeln statt nur anzeigen.

Das verändert Lernen massiv:

Du liest nicht mehr nur – du erlebst.

Du schaust nicht mehr nur zu – du interagierst.

Und im Business heisst das: Entscheidungen werden schneller, verständlicher und oft auch intuitiver.

Bei humanoiden Robotern entstehen schnell Faszination, aber auch Skepsis. Welche Reaktionen erlebst du bei Menschen, wenn sie Henrietta zum ersten Mal begegnen?

René Vogel: Alles – und oft innerhalb von Sekunden.

Zuerst kommt fast immer ein “Wow”.
Dann Neugier. Viele wollen näherkommen, Fotos machen, interagieren.

Und dann kommt oft die zweite Ebene:
“Okay… und was bedeutet das für meinen Job?”

Genau diese Mischung ist spannend.
Faszination öffnet die Tür – danach kann man über echten Mehrwert sprechen.

Wo liegen aus deiner Sicht aktuell noch die klaren Grenzen humanoider Roboter – technisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich?

René Vogel: Ganz klar: Robustheit und Alltagstauglichkeit. Viele Systeme funktionieren gut in kontrollierten Umgebungen. Aber die echte Welt ist chaotisch, unvorhersehbar und voller Edge Cases.

Dazu kommen:

  • Kosten
  • Energieversorgung
  • Sicherheit und Regulierung

Und auch gesellschaftlich sind wir noch am Anfang: Wir müssen erst lernen, wie wir sinnvoll mit solchen Systemen zusammenarbeiten.

Wenn du nach vorne blickst: Werden humanoide Roboter in wenigen Jahren ein normaler Teil unseres Arbeits- und Alltagslebens sein, oder bleiben sie vorerst vor allem ein Erlebnis für Events und Showcases?

René Vogel: Beides – aber nicht gleich schnell. Kurzfristig sehen wir sie vorwiegend dort, wo Sichtbarkeit wichtig ist: Events, Empfang, Marketing. Das ist auch logisch, weil sie dort sofort Wirkung erzeugen. Parallel passiert im Hintergrund aber etwas viel Grösseres: Die Technologie wird Schritt für Schritt robuster, günstiger und spezialisierter. Ich bin überzeugt: In einigen Jahren werden wir humanoide Roboter ganz selbstverständlich in bestimmten Rollen sehen. Nicht überall – aber genau dort, wo sie echten Mehrwert liefern.

Kontakt: https://www.linkedin.com/in/renevogel/